19 Januar 2023

Was ist MS?

Was ist MS?


MS steht für "Multiple Sklerose". Dies ist eine Autoimmunkrankheit. Das bedeutet eine Chronisch-entzündliche Erkrankung von zentralen Nervensystem. Die Krankheit wird nicht umsonst "Krankheit mit den 1000 Gesichtern" genannt. Denn die MS verläuft bei jedem anders. Ich habe z.B. mal den Satz gesagt bekommen, "Die hat auch MS, die kann aber ganz normal aufstehen". Und das kam nur weil die Person nur wollte das ich mal schnell aus dem Bett aufstehe um für sie etwas im Internet zu gucken am Laptop. Die Person ist übrigens nicht mehr in meinem Umfeld. 😛

In der Regel ist der Verlauf von MS in Schüben. Ein Schub ist ein Auftreten von neuen oder schon bekannten Symptomen, die länger als 24 Stunden anhalten. 

Die Symptome bei MS können sein:

Lähmungen, Sprachstörungen, Blasen- und Darmprobleme, Schmerzen in den Beinen, Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen wie Kribbeln in den Armen, Gleichgewichtsstörungen, Koordinationsstörung, Erschöpfungszustände in Form von Müdigkeit (Fatigue) 

MS ist nicht heilbar, nach aktuellem Stand der Forschungen. Aber man hat die Möglichkeit, den allgemeinen Zustand zu verbessern. Ich beschränke mich jetzt hier darauf, was man selber tun kann. Für Medikamente sind die Ärzte zuständig. Weil auch hier bei jedem was anderes sinnvoll ist.

Doch auch mit kleinen Möglichkeiten kann man seine Situation schon verbessern. 

Du brauchst ausreichend Schlaf. Und zwar störungsfrei. Wenn du sonst mit 6-7 Stunden Schlaf ausgekommen bist, brauchst du mit MS vielleicht 8-9 Stunden ungestörten Schlaf. Wieviel du brauchst, musst du selber rausfinden. Das du ausreichend Schlaf in der Nacht hattest, merkst du auch schon daran, wenn du am Tage durchgehend wach bleibst und nicht am Tisch oder auf dem Sofa einschläfst. 

Vermeide Stress. Und dieser Stress ist nicht nur in zeitlicher Hinsicht zu sehen. Auch kann dir dein Umfeld Stress machen. Z.B. wenn man dir ständig sagt, was du tun sollst und dich das aufregt, weil du doch kein kleines Kind mehr bist. Von solchen Leuten solltest du dich fern halten. 
Stress in zeitlicher Hinsicht solltest du meiden indem du deinen Tag von Morgens bis Abends planst, damit du alle Dinge erledigen kannst, die erledigt werden müssen. Und hier musst du auch Ruhepausen einplanen. 

Du musst also den ganzen Tag - egal was du tust - durchplanen. Wenn du irgendwann Stress hast, weil du doch noch etwas ganz schnell erledigen muss, kann man wirklich sagen "Stress ist ungesund". Wenn du viele Dinge erledigen musst, nimm dir täglich einen kleinen Teil vor. Man sagt doch, "Kleinvieh macht auch Mist", oder anders ausgedrückt: Auch kleine Schritte führen zum Ziel. Stress kann auch Schübe auslösen. Weiteres ist noch nicht ausreichend erforscht.

Über die Ernährung kann man auch viel machen. Auch wenn es sich banal anhört. Genauer werde ich auf dieses Thema noch eingehen. Aber um es vorab zu sagen:

Schädlich ist Rind- und Schweinefleisch. Denn dies ist Entzündungsfördernd. Was natürlich bei MS schlecht ist, wie oben schon erwähnt. Fisch solltest du viel essen, weil das in Fisch enthaltene Omega 3 Entzündungen bekämpft. Geflügel ist leicht verdaulich und wirkt nicht negativ auf die MS. Zucker und Salz solltest du auch weitgehend meiden, wie auch Milchprodukte, wozu auch Käse gehört. Zartbitterschokolade kannst du essen weil diese vorwiegend aus Kakao hergestellt ist, nicht aus Milch. Brokkoli wirkt ebenfalls Entzündungshemmend. Alkohol und Zigaretten wirken schädlich auf MS. 

Bei diesem kurzen Einblick siehst du schon, was die verschiedenen Nahrungsmittel für eine Wirkung auf die Krankheit haben. Ich werde hier in diesem Blog 2 Themen erstellen. Einmal mit guten Nahrungsmittel und einmal mit den schlechten Lebensmitteln. Und diese Bereiche werde ich laufend erweitern. Denn einerseits weiß ich auch noch nicht alles, andererseits gibt es immer wieder neue Erkenntnisse. Das kannst du in Kürze hier sehen. 

WICHTIG

Mache dir und deinem Umfeld klar, dass MS eine negative Wirkung auf den KÖRPER hat, weniger aufs Gehirn. Sicher kann das auch aufs Gehirn wirken. Aber in erster Linie ist MS negativ für den Körper. Was mir nämlich oft auffällt ist, dass manche Menschen mich behandeln oder mit mir reden, als hätte ich ein Brötchen im Kopf. Ich bin immer noch ausgebildeter und staatlich geprüfter Betriebswirt. Ich war Versandleiter, stellv. Vorsitzender vom Betriebsrat und Geschäftsinhaber eines Fachgeschäfts für Heimtierbedarf. Aber wenn ich manchmal mit gewissen Leuten rede, komme ich mir vor wie ein kleines Kind oder wie ein alter, seniler und demenzkranker 80jähriger. Auch in der Kurzzeitpflege kam ich mir oft so vor. Und das lag sicher nicht daran, dass die Angestellten es gewohnt sind mit den anderen Bewohner, die ja meist über 70 sind und zum Teil auch dement. Man sollte schon erkennen, dass ich eine körperliche Behinderung habe, keine geistige. Also das nervt mich gewaltig, wenn man so mit mir redet. Damit kann man sich bei mir ganz schnell selber ins "Aus" schießen. Denn das man sich nicht mehr so bewegen kann wie früher, ist nicht das Einzige was nervt. Auch dieser respektlos Umgang nervt.

Also dies auch als Hinweis für das Umfeld von MS-Kranken. Ihr habt es mit körperlich Kranken zu tun. Nicht mit geistig Kranken. Es kann aber sein das ein MS-Kranker hier und da mal eine Phase hat, in der er deprimiert ist wegen der Situation in der er sich befindet. Aber das ist dann eher zwischendurch eine Phase wie sie jeder haben kann. Aber so eine Behandlung, als wäre man auch ein geistiger Pflegefall trägt eher dazu bei, dass MS-Kranke noch schlechtere Laune bekommen als sowieso schon. Also behandelt MS-Kranke wie körperlich Behinderte. Nicht wie geistig Behinderte. So macht ihr euch auch das Leben leichter, mit einem MS-Kranken.

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